Börsenglossar

Bollinger-Bänder

Bollinger-Bänder sind zwei Linien ober- und unterhalb eines gleitenden Durchschnitts, deren Abstand von der Volatilität der Aktie abhängt.

Sie wurden in den 1980er-Jahren von John Bollinger entwickelt. Ist der Markt unruhig, weiten sich die Bänder, ist er ruhig, ziehen sie sich zusammen. %B zeigt, wo der Kurs innerhalb der Bänder liegt: 0 % auf dem unteren, 100 % auf dem oberen Band.

So wird er berechnet

Mittleres Band = einfacher gleitender Durchschnitt über 20 Perioden. Oberes Band = Durchschnitt + 2 Standardabweichungen der 20 Kurse; unteres Band = Durchschnitt − 2 Standardabweichungen. %B = (Kurs − unteres Band) / (oberes Band − unteres Band).

Praxisbeispiel

20-Tage-Durchschnitt 50 €, Standardabweichung 1,50 €: oberes Band 50 + 3 = 53 €, unteres Band 50 − 3 = 47 €. Bei einem Kurs von 52,40 € ist %B = (52,40 − 47) / (53 − 47) = 5,40 / 6 = 90 %: Die Aktie liegt nahe am oberen Band.

So wird er gelesen

Ein Kurs nahe am oberen Band deutet auf Stärke (oder eine Übertreibung) hin, nahe am unteren auf Schwäche (oder eine mögliche Erholung). Sehr enge Bänder kündigen oft eine ruhige Phase vor einer großen Bewegung an.

💡 Bei Fanta-Trade findest du diesen Indikator für jede Aktie berechnet, über eine Woche, einen Monat, drei Monate und ein Jahr, im Bereich „Technische Indikatoren“ der Aktienseite.

Verwandte Einträge

Setze es in die Praxis um, ohne Risiko.

Probiere es mit 100.000,00 € virtuellem Kapital und echten Preisen aus: kostenlos und ohne Kreditkarte.

Erstelle dein Portfolio

‹ Alle Einträge des Glossars